Oi Ska

Geschichte

Die Oi- Bewegung entstand zu Beginn der 80er Jahre in England in Anknüpfung an die frühe Punkbewegung der 70er Jahre. Viele Jugendliche befanden die Punkrockmusik nach den Erfolgen von Bands wie The Clash und den Sex Pistols als zu kommerzialisiert. Nach ihrer Meinung war den erfolgreichen Musikern die "street credibility" abhanden gekommen. Sie verlangten nach Ausdruck eines authentischen Lebensgefühls der Straße.
Sowohl modisch als auch musikalisch wollten sich die Jugendlichen wieder stärker auf ihre Herkunft besinnen. Sie zogen Arbeiterstiefel, Hosenträger und Jeans an und schnitten sich zur Abgrenzung von der Hippieszene und den sogenannten Mods aus der Mittelschicht die Haare kurz. Die frühen Oi- Skins trugen noch keine Glatzen, sondern eine Haarlänge von 3 bis 4 Zentimetern. Zu ihrer Zeit erregten sie damit genügend Aufsehen, da die Mehrheit sehr viel längere Haare hatte.

Musik

Musikalisch bevorzugten sie Bands, die sich in den Texten mit ihren Problemen und Interessen- wie Arbeitslosigkeit und Kriminalität, aber auch Spaß, Fußball und Alkoholkonsum- befassten.
Das waren vor allem die Gruppen Sham69, Angelic Upstarts und die Cockney Rejects.

Der Begriff Oi kann von Joy, dem englischen Ausdruck für Freude, hergeleitet werden. "Oi" ist aber auch ein englischer Slangausdruck für "Hey!" oder "Hallo, Du da!".

Musikalisch vereinigen sich unter der Bezeichnung Oi inzwischen die verschiedensten Stilrichtungen von Punkrock, Ska Punk, Reggae bis Pub Rock.
Der ursprüngliche Oi Ska der frühen 80er Jahre lässt sich einordnen als eine spezielle Form des Ska Punk für die junge englische Arbeiterschicht. Er besteht aus Elementen des Punkrock und des Ska, wobei harte schlichte Gitarrenmusik besonders beliebt ist. Die Texte sind im Unterschied zu den Texten anderer Ska- Richtungen speziell zugeschnitten auf die Ideenwelt der Arbeiterklasse. Ihre Themen sind immer wieder der Kampf der Unterschicht gegen Unterdrückung jeder Art und der Stolz auf Arbeit mit den eigenen Händen.

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