Geschichte des Reggae Ska
Im Sommer 1968 begannen einige der klassischen jamaikanischen Ska- Musiker wie etwa Desmond Dekker, The Wailers und Laurel Aitken, ihre Musik zu verlangsamen- wie man sagt, damit noch ohne große Anstrengung dazu getanzt werden konnte. Zu dieser gemütlicheren Ska- Variante schienen ihnen musikalisch weichere Klänge besser zu passen. So entwickelten sie zunächst den Rocksteady und schließlich den Reggae.
Ska und Reggae gemeinsam ist die auffallende rhythmische Betonung der Offbeats, d. h. immer der Zwischensilben 2 und 4 im Viervierteltakt.
Während dieser Beat im Ska meist durch harten Schlagzeugeinsatz hervorgerufen wurde, wurden beim Reggae sanftere Gitarrenklänge und oft Bongos statt Schlagzeug für die rhythmische Betonung eingesetzt. Außerdem wurden weniger Blechbläser und nur sehr zurückhaltend Bässe verwendet.
Der frühe Reggae der späten 60er Jahre klang trotzdem immer noch rauer und härter als der in den 70er Jahren durch Bob Marley weltberühmt gewordene Stil.
Verbreitung
Schnell verbreiteten die jamaikanischen Rude Boys ebenso wie zuvor den Ska auch den Reggae in England, wo bald diverse britische Reggaeproduktionen immer neue Stilrichtungen und Stilgemische hervorbrachten. Auch der jamaikanische Reggae entwickelte sich dort in verschiedene Richtungen weiter.
Erwähnenswerte aktuelle Bands, deren Musik man als Ska- Reggae bezeichnen kann, sind z.B. Yellow Umbrella aus Dresden und Skanalintruder aus Trier. Beide existieren seit den 90er Jahren und sind noch heute aktiv.
Sie verwenden häufig das Tempo und die Instrumentierung des Reggae und mischen die für Ska typischen Phrasen der Blechbläser und den reineren, härteren Gesangsstil des Ska dazu. Es gibt aber ebenso Stücke, in denen die Ska- Elemente die Basis bilden oder solche, die man als schnellen harten Reggae einstufen könnte.
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