Geschichte der Skatalites
Die Skatalites sind die dienstälteste Ska-Band der Welt. Bereits Ende der 50er Jahre fanden sich die Gründungsmitglieder Tommy Mc Cook, Roland Alphonso, Jackie Mittoo, Lloyd Brevett, Lloyd Knibbs sowie der legendäre Posaunist Don Drummond zusammen und entwickelten in den Folgejahren unter dem Einfluss des Rhythm ´n´ Blues New Orleans’scher Prägung einen akzentuierten Shuffle-Rhythmus, der dann kurze Zeit später zum typischen Ska-Beat und letztendlich zum Reggae führte.
Prägen einer Generation
Ab 1963 nannten sich die Musiker „The Skatalites“ und in den folgenden drei Jahren entstanden in dem berühmten Studio One in Kingston unter der Leitung der Produzenten Sir Coxsone Dodd und Duke Reid hunderte von Titeln, die bis heute ihren Ruf als Ska-Klassiker beibehalten haben. In dieser Zeit begleiteten die Skatalites zahlreiche spätere Ska- und Reggae-Stars bei ihren ersten Aufnahmen im Studio, so etwa Laurel Aitken, Desmond Dekker, Bob Marley oder Peter Tosh. Vielfach veröffentlichten sie auch Titel unter dem Namen des jeweiligen Sängers oder nannten sich The Jiving Juniors, Tommy Mc Cook & the Supersonics oder Roland Alphonso & the Soul Vendors. Noch heute bezieht sich nahe zu jede moderne Ska-Band in punkto Sound, Repertoire oder Instrumentierung auf die Skatalites. Sie prägten somit nicht nur einen ganz bestimmten Stil, sondern praktisch ein ganz neues Musikgenre.
In den siebziger Jahren wurde es still um die Skatalites, doch fanden sie sich 1983 wieder zusammen und nahmen seitdem wieder regelmäßig Alben auf. Sie unterstützten Prince Buster und Bunny Wailer als Backing-Band und unternahmen noch in den neunziger Jahren in nahezu Original-Besetzung eigene US- und Europa-Tourneen.
Skatalites heute
Auch heute noch sind die Skatalites aktiv, wenn auch mit dem Schlagzeuger Lloyd Knibbs und dem Saxophonisten Lester Sterling mittlerweile nur noch zwei Mitglieder der ursprünglichen Besetzung dabei sind.
Links zu den Skatalites:
